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Parlamentarischer Abend zur Holzzertifizierung

8 November 2019

Malaysias Regenwälder gehören zu den vielfältigsten der Welt. Angesichts des Artenreichtums und der komplexen Ökosysteme der Tropenwälder sind eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Entwicklung einer ökologischen Holzindustrie eine große Herausforderung. Malaysia hat sich dieser Aufgabe gestellt und mit der Umsetzung des Malaysischen Holzzertifizierungssystems MTCS (Malaysian Timber Certification Scheme)einen großen Schritt vorwärts gemacht auf dem anspruchsvollen Weg zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft.

Das vom Malaysischen Holzzertifizierungsrat MTCC (Malaysian Timber Certification Council) entwickelte MTCS wurde 2001 eingeführt und ist seitdem eines der führenden Zertifizierungssysteme für Tropenwälder. 

Das MTCS wurde als erstes Holzzertifizierungssystem im asiatisch-pazifischen Raum international anerkannt und vom PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes), dem weltweit größten Holzzertifizierungssystem, im Jahr 2009 als standardkonform bestätigt.

Anlässlich des Deutschlandaufenthaltes des Vorsitzenden K. Yogeesvaran, und des CEO, Yong Teng Koon des MTCC in Deutschland organisierte die Agentur gemeinsam mit der malaysischen Botschaft in Berlin einen Parlamentarischen Abend. Eingeladen waren Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Vertreter von Bundesministerien, Verbandsvertreter, Wissenschaftler und Umweltverbände. Thema des Abends: „Holzzertifizierung in Malaysia - Herausforderungen meistern und Nachhaltigkeit fördern“ 

Die MTCC-Delegation informierte über die neuesten Entwicklungen bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzzertifizierung in Malaysia sowie über die Vision, Mission und die Pläne des MTCC für die kommenden Jahre.

Deutschland war einer der Staaten, der Malaysia auf dem Weg zur Sicherstellung und Verbesserung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung besonders unterstützt hat. Die Beschaffungsrichtlinie für Holz der Bundesrepublik Deutschland hat MTCS/PEFC-zertifiziertes Holz zur Verwendung bei öffentlichen Projekten anerkannt.

Zu den deutschen Rednern zählten Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates und Ulrich Bick vom Thünen-Institut in Hamburg. 

Die Agentur war für die gesamte Organisation der Veranstaltung, inklusive Pressearbeit, zuständig.